Eine Saison in Frankreich / Une saison en France

Dienstag 27.11. um 17.00 Uhr im Lumiere

Frankreich 2017, 97 Min.
Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Mahamat-Saleh Haroun
D.: Eriq Ebouaney, Sandrine Bonnaire, Aalayna Lys

Der afrikanische Lehrer Abbas ist mit seinen Kindern vor dem Krieg in seinem Heimatland nach Frankreich geflohen. Abbas arbeitet auf einem Wochenmarkt, die Kinder gehen zur Schule, und die Familie lebt in einer bescheidenden Mietwohnung. Auf dem Markt lernt Abbas Carole kennen, zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Romanze.
Dennoch kann Abbas nicht richtig in seiner neuen Umgebung ankommen. Im Traum erscheint ihm regelmäßig seine Frau, die auf der Flucht ums Leben kam, und sein Asylantrag ist in zweiter Instanz abgelehnt worden. Als die Abschiebung droht, bietet Carole an, ihn und seine Kinder in ihrer Wohnung zu verstecken. Aber kann das eine Lösung auf Dauer sein?
Ein aktueller und zutiefst bewegender Film über Menschen und Schicksale, wie sie in Europa gegenwärtig jeden Tag vorkommen. Neben den authentischen Laiendarsteller fügt sich Weltstar Sandrine Bonnaire bruchlos ein.

Sommerhäuser

Dienstag 27.11. um 19.00 Uhr im Lumiere

FD 2017, 96 Min.
Regie: Sonja Maria Kröner
D.: Thomas Loibl, Laura Tonke, Ursula Werner, Günther Maria Halmer, Mavie Hörbiger

1976 - Wie jedes Jahr trifft sich die Familie im Garten der Großmutter vor den Toren Münchens zur Sommerfrische. Drei Generationen, ein Dutzend Personen mit ganz unterschiedlichen Hoffnungen und Ängsten prallen in dem Familiendrama aufeinander: Während die Kinder zwischen Baumhaus und Schwimmbecken den Geheimnissen des Gartens auf den Grund gehen, ist die Eltern- und Großelterngeneration mit dem ungeklärten Erbe der verstorbenen Großmutter beschäftigt. Die Hitze schlägt allen aufs Gemüt, die Beziehungen sind porös, und in den Rissen lauert die Katastrophe.
"Sommerhäuser" erhielt 2018 den SI STAR Filmpreis für Regisseurinnen. Dieser zeichnet mutige und künstlerisch herausragende Filme aus dem deutschsprachigen Raum der letzten beiden Jahre aus. Schirmherrin Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, überreichte die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung während der Berlinale 2018 an die Filmemacherin Sonja Maria Kröner. "Ihr Regiestil", so Laudatorin und Jury-Mitglied Dominique Henz, "ermöglicht eine präzise und authentische Spielweise des Ensembles. Sie zeigt, wie der Gemeinschaftsgarten zur Bühne einer unkonventionellen Familiengeschichte wird. Mit ihrer Kamerafrau Julia Daschner gelingt ihr ein sinnlicher und vielschichtiger Film zwischen unbeschwerten Kindheitserinnerungen, Krisenstimmung und zeitgeschichtlichem Panorama."
Soroptimist Club Göttingen und Zonta Club Göttingen präsentieren im Rahmen des Europäischen Filmfestivals Göttingen den Film "Sommerhäuser" der Regisseurin Sonja Maria Kröner. Der Erlös dieser Benefizveranstaltung kommt dem Frauen-Notruf zugute.

Regisseurin Sonja Maria Kröner ist zu Gast beim Festival.

Nach dem Urteil / Jusqu'à la garde

Dienstag 27.11. um 21.45 Uhr im Lumiere

Frankreich 2017, 93 Min.
Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Xavier Legrand
D.: Denis Ménochet, Lea Drucker, Thomas Gioria

Miriam ist fassungslos, als das Gericht ihrem unberechenbaren Ex-Mann Antoine das Besuchsrecht für den gemeinsamen Sohn Julien zuspricht. Von nun an soll der Elfjährige jedes zweite Wochenende bei seinem Vater verbringen. Die Besuche bei Antoine werden für Julien immer belastender. Während Miriam daheim krank vor Sorge wartet, setzt der Junge alles daran, seinen um Annäherung bemühten Vater nicht zu provozieren. Aber ist Antoine wirklich ein Pulverfass?
Mit seiner bedrohlichen Intensität zieht Xavier Legrands ergreifender Beziehungsthriller den Zuschauer völlig in seinen Bann. Das Spielfilmdebüt des oscarnominierten Regisseurs besticht durch die grandiosen Leistungen seiner Hauptdarsteller Léa Drucker, Denis Ménochet und allen voran Nachwuchstalent Thomas Gioria, der seiner Figur eine berührende Verletzlichkeit verleiht. Der weltweite Festivalerfolg gewann zahlreiche Filmpreise, darunter den Silbernen Löwen für die Beste Regie bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig.