Fellini: Achteinhalb /Otto e mezzo

Sonntag 03.12. um 11.00 Uhr im Lumiere

Italien 1963, 138 Min.
Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Federico Fellini
D.: Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Sandra Milo, Claudia Cardinale

Der Regisseur Guido Anselmi hat seine Kreativität verloren. Seine Selbstzweifel hindern in zunehmend daran, an seinem aktuellen Film zu arbeiten. Um neue Kräfte zu sammeln, zieht er sich in einen ruhigen, abgeschiedenen Kurort zurück. Doch die Flucht vor dem Stress funktioniert nicht. Nach und nach treffen all diejenigen Personen ein, von denen er sich Abstand erhofft hatte: der Drehbuchautor, der Produzent, seine Frau und seine Geliebte. Obwohl die Verwirrung in seinem Kopf stetig zunimmt und er keinen Ausweg aus der Misere findet, läuft die Produktion des Films ununterbrochen auf Hochtouren. Immer mehr teure Kulissen werden errichtet, immer mehr Druck auf den überforderten Regisseur baut sich auf.
"In seinem ebenso amüsanten wie vielschichtigen Selbstporträt geht Fellini schonungslos mit seinesgleichen und dem Kino ins Gericht; ein Dokument der Ratlosigkeit, zugleich aber auch ein Stück filmischer Selbsttherapie. Ein klug durchdachter ‚Film im Film', der in die Vision einer solidarischen, erlösten Welt mündet." (Lexikon des internationalen Films) "Magisch, klug, witzig: So macht Krise Spaß!" (Cinema.de)

Nur ein Tag

Sonntag 03.12. um 15.00 Uhr im Lumiere

D 2017, 76 Min., Empfohlen ab 6 Jahren
Regie und Buch: Martin Baltscheit
D.: Karoline Schuch, Lars Rudolph, Aljoscha Stadelmann, Anke Engelke

Die Eintagsfliege ist frisch geschlüpft und bereits so entzückend, dass sie Fuchs und Wildschwein den Kopf total verdreht. Allein deshalb bringen es die beiden nicht übers Herz, der Fliege zu sagen, wie wenig Zeit sie nur hat. Stattdessen erzählen sie der jungen Fliege, der Fuchs habe nur noch einen Tag zu leben. Daraufhin beschließt die Fliege, diesen Tag großartig wie möglich zu gestalten. Der Fuchs soll sein ganzes Leben an einem einzigen Tag erleben können.
Martin Baltscheit hat sein preisgekröntes Kinderbuch zunächst in ein erfolgreiches Theaterstück umgesetzt und nun auch selbst verfilmt und lässt die Tieren von Menschen darstellen. Keine Tricks, keine Masken - ein Film voller Poesie.

Die Spur / Pokot

Sonntag 03.12. um 17.00 Uhr im Lumiere

Polen, Tschechien 2017, 128 Min.
Polnische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Agnieszka Holland
D.: Agnieszka Mandat, Wiktor Zborowski, Miroslav Krobot

Duszejko, eine pensionierte Brückenbauingenieurin, lebt zurückgezogen in einem Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze. Sie ist charismatisch, exzentrisch, eine leidenschaftliche Astrologin und strikte Vegetarierin. Eines Tages sind ihre geliebten Hunde verschwunden. Wenig später entdeckt sie in einer verschneiten Winternacht ihren toten Nachbarn und bei dessen Leiche eine Hirschfährte. Weitere Männer sterben auf mysteriöse Weise. Alle hatten ihren festen Platz in der dörflichen Gemeinschaft, alle waren passionierte Jäger. Haben wilde Tiere die Männer auf dem Gewissen? Oder lässt sich ein Mensch zu einem blutigen Rachefeldzug hinreißen? Irgendwann fällt der Verdacht auf Duszejko.
Nach ihrem Ausflug in die Welt der Serien meldet sich Agnieszka Holland mit einem subversiven Krimi auf der großen Leinwand zurück. DIE SPUR spielt in einer Landschaft mit wechselnden Jahreszeiten, deren wilde Schönheit jedoch nicht über menschliche Korruption und Grausamkeit hinwegtäuscht. Fest verwurzelt in der Realität der polnischen Provinz, ist der Film so anarchistisch wie seine Heldin - ein waghalsiger Genremix aus komischer Detektivstory, spannendem Ökothriller und feministischem Märchen. (Berlinale 2017)

Loving Vincent

Sonntag 03.12. um 19.30 Uhr im Lumiere

GB/Polen 2017, 95 Min.
Deutsche Fassung
Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman
D.: Saoirse Ronan, Jerome Flynn, Aidan Turner

Seit einem Jahr ist Vincent van Gogh tot. Da erhält der junge Armand Roulin von seinem Vater, dem Postmeister Joseph Roulin, den Auftrag, einen Brief van Goghs an dessen Bruder Theo zu überbringen. Armand nimmt den Auftrag zunächst nur widerwillig an. Doch als er am Ziel seiner Reise erfährt, dass Theo ebenfalls tot ist, beschließt er, mehr über den exzentrischen Maler erfahren zu wollen. Bald ist er völlig fasziniert von ihm. Und dabei kommt ihm der Verdacht, dass van Goghs Tod am Ende gar kein Selbstmord war. Armand begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit: Er befragt Bekannte und Modelle des Malers, darunter seinen Arzt Dr. Gachet und dessen Tochter Marguerite.
Ein Film über das Leben und den ungewöhnlichen Tod des legendären niederländischen Malers Vincent van Gogh, der vollständig als Realfilm gedreht wurde. Anschließend wurden alle Bilder per Hand in Öl übermalt. Mehrere Dutzend Maler verbrachten zehn Stunden des Tages damit, die Gemälde Vincent van Gogh zu kopieren. Dank ihrer Arbeit entstand der erste handgemalte Langfilm, der schon jetzt als Oscar-Favorit gehandelt wird.