Ab ans Meer

Samstag 02.12. um 15.00 Uhr im Lumiere

Tschechien 2014, 91 Min., empfohlen ab 9 Jahren
Deutsche Fassung
Regie und Buch: Jirí Mádl
D.: Petr Simcák, Jan Maršál, Ondrej Vetchý

Tomás bekommt zu seinem elften Geburtstag eine Kamera geschenkt und beginnt sofort, einen Film über sein Leben und das seines besten Freundes Haris zu drehen. In ihrem Videotagebuch berichten sie vom verhassten Fußballtraining, dem ersten Verliebtsein und erforschen dabei die Möglichkeiten und die Macht der Kamera. Aus Spaß wird Ernst, als Haris bei sich zu Hause den Streit seiner Eltern filmt. Als Tomás dann herausfindet, dass sein Vater ihn anlügt, macht er sich zusammen mit Haris daran, das Geheimnis zu lüften. Die Filmkamera ist immer dabei.
Ein Film, der so aussieht, als wäre er von der Hauptfigur selbst gedreht - das ist wirklich etwas Ungewöhnliches! Nicht nur als erzählerischer Kniff ist das spannend, sondern diese besondere Form ist darüber hinaus ganz eng mit dem Inhalt verbunden. Denn schließlich ist es seine Kamera, die Tomás dabei hilft, einigen Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Und dank der Kamera schaffen sowohl Tomás als auch Haris es, sich unbequemen und schwierigen Situationen in ihrem Leben zu stellen. AB ANS MEER wurde auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet, sowohl von Kinder- als auch Erwachsenenjurys.

Oper / L'opéra de Paris

Samstag 02.12. um 17.00 Uhr im Lumiere

Frankreich 2017, 110 Min.
Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Jean-Stéphane Bron

L'OPERA DE PARIS taucht ein in das pulsierende Leben der Pariser Oper, einer der weltweit faszinierendsten Stätten der lyrischen Kreativität. Der Film gestaltet sich wie ein Bilderbuch, deren Geschichten einen Blick hinter die Kulissen bieten: Der Regisseur wandelt durch die Hallen und auf der Bühne der Oper, wo Künstlertruppen, Kreative und Balletttänzer zusammenkommen - und offenbart eine magische Welt voller Überraschungen.
So bereitet sich etwa der neuernannte Direktor Stéphane Lissner auf seine erste Pressekonferenz vor, während Künstler und Techniker gleichzeitig bereits an der Saisoneröffnung mit Schönbergs "Moses und Aaron" tüfteln. Doch natürlich kommt es hinter den Kulissen auch immer wieder zu Problemen: Es droht etwa ein Streik und ein ungewöhnlicher Statist sorgt für jede Menge Aufregung, nämlich ein Stier. "Ein fantastischer Tauchgang ins Herz der Pariser Oper." (cineman.de)

Djam

Samstag 02.12. um 19.15 Uhr im Lumiere

Frankreich, Türkei, Griechenland 2017, 97 Min.
Mehrsprachige Originalfassung (Französisch, Griechisch, Türkisch) mit deutschen Untertiteln
Regie:Tony Gatlif
D.: Daphne Patakia, Simon Abkarian, Maryne Cayon

Der griechische Seemann Kakourgos schickt die junge Djam nach Istanbul, vorgeblich um ein seltenes Ersatzteil für sein Schiff aufzutreiben. Auf ihrer Reise trifft sie eine 19-jährige Französin, die eigentlich in der Flüchtlingshilfe arbeiten wollte. Fast hat sie jedoch aufgegeben irgendetwas bewirken zu wollen. Die freche und freiheitsliebende, aber auch ebenso großherzige wie unberechenbare Djam nimmt Avril unter ihre Fittiche. Dies ist der Beginn einer Reise voller Hoffnung, wundervoller Begegnungen, großartiger Musik und der Freude am Teilen.
Ins Zentrum des Films steht die griechische Dissidentenmusik des "Rembetiko", die in der griechischen Diktaturzeit von der Insel Lesbos in die Metropolen Athen und Thessaloniki gelangt ist. In der Musik, davon ist Regisseur Tony Gatlif überzeugt, liegt die geheime Kraft, Unterdrückung und Gewalt, und auch Grenzen überwinden zu können. Und so berührt der Film dezidiert die aktuellen Themen von Flucht und Vertreibung aus dem Nahen Osten, ohne didaktisch oder belehrend zu wirken, eben indem er auf die Intensität der Gefühle der Hauptfiguren setzt und nebenher fast so etwas wie ein Musical ist. Ein Film mit großem Herzen und eine Ode an die kaum zu bezwingende Lebenskraft der Musik.

Schwarze Schatten / Anime nere

Samstag 02.12. um 21.15 Uhr im Lumiere

Italien 2015, 103 Min.
Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Francesco Munzi
D.: Marco Leonardi, Peppino Mazzotta, Fabrizio Ferracane, Barbora Bobulova

Drei Brüder aus Süditalien: Luigi ist im internationalen Drogenhandel tätig, Rocco macht in Mailand schwarze Geschäfte auf dem Bau, nur der älteste Bruder Luciano ist im entlegenen Heimatdorf geblieben und kümmert sich um Ziegen und Wein in den kalabrischen Bergen. Ihr aller Leben wird indes überschattet von dem Jahre zurückliegenden Mord an ihrem Vater durch einen konkurrierenden Klan. Die Carbones gehören zur ‚Ndrangheta, daher sind ihre Geschäfte und der Frieden immer bedroht. Insbesondere als Lucianos impulsiver halbwüchsiger Sohn Leo durch eine unbedachte Tat die alte Fehde wieder neu in Gang setzt.
Gioacchino Criacos beklemmender und fesselnder Mafia-Roman wurde von Regisseur Francesco Munzi an Originalschauplätzen brillant verfilmt. Ein raffiniert konstruierter Thriller aus Familienperspektive, ausgezeichnet mit neun italienischen Filmpreisen "David di Donatello", darunter als Bester Film.