Mediterranea

Freitag 01.12. um 17.00 Uhr im Lumiere

Italien 2015, 110 Min.
Mehrsprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Jonas Carpignano
D.: Koudos Seihon, Alassene Sy, Pio Amato

Ayiva hat sein Zuhause in Burkina Faso zurückgelassen und macht sich gemeinsam mit seinem besten Freund Abas auf nach Europa, um seine Tochter finanziell versorgen zu können. Die gefährliche Überfahrt mit einem Schmugglerboot überleben die beiden nur knapp. Angekommen in Italien stoßen die beiden auf ein feindseliges Klima, das die Gewöhnung an ihr neues Leben schwierig macht. Auf einer Plantage finden sie schließlich Arbeit und neue Freunde, doch als es zu gewaltsamen Übergriffen kommt, steht für Ayiva und Abas alles auf dem Spiel.
MEDITERRANEA ist das Spielfilmdebüt des jungen Italoamerikaners Jonas Carpignano. Mit den Mitteln des Spielfilms arbeitet Carpignano die Hintergründe der fremdenfeindlichen Unruhen in Rosarno 2010 auf, bei denen mehr als 60 Menschen verletzt wurde. Alle Darsteller im Film sind selbst Migranten, die in der Region leben und deren Erlebnisse Carpignano ins Drehbuch einfließen ließ.

Die Welt der anderen / La ragazza del mondo

Freitag 01.12. um 19.15 Uhr im Lumiere

Italien 2016, 104 Min.
Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Marco Danieli
D.: Sara Serraiocco, Michele Riondino, Marco Leonardi, Stefania Montorsi

Giulia und ihre Familie leben nach den strengen Regeln und Glaubenssätzen der Zeugen Jehovas. Mit ihrer Mutter Costanza zieht sie von Haus zu Haus, um neue Mitglieder anzuwerben. So lernt sie den rauen, aber attraktiven Libero kennen, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er findet bei Giulias Vater Celestino Arbeit in dessen Werkstatt. Giulia verliebt sich auf der Stelle in Libero und lernt durch ihn eine völlig andere Welt kennen. Doch die Liebe zu einem Mann, der nicht der Sekte angehört, ist verboten. Giulia ahnt, dass ihre Entscheidung schwerwiegende Konsequenzen haben wird.
Marco Danielis mitreißender Debutfilm wirft mit intensiven Bildern einen Blick in die verschlossene Welt der Zeugen Jehovas, die nicht nur im Kino fast unbekannt ist. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die entdeckt, dass sie ein anderes Leben haben könnte: ein Leben, das sie sich selbst aussucht. Herausragend die beiden jungen Schauspieler Sara Sarraiocco und Michele Riondino, die beim Festival von Venedig mit dem Pasinetti-Preis als beste Darsteller ausgezeichnet wurden.

Regisseur Marco Danieli ist als Gast angefragt.

Jeeg Robot / Lo chiamavano Jeeg Robot

Freitag 01.12. um 22.15 Uhr im Lumiere

Italien 2016, 112 Min.
Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Gabriele Mainetti
D.: Claudio Santamaria, Ilenia Pastorelli, Luca Marinelli

Auf der Flucht vor der Polizei kommt der Kleinkriminelle Enzo mit radioaktivem Abfall in Berührung. Er entwickelt übermenschliche Kräfte, die er erstmal zum eigenen Vorteil nutzt. Als Enzo dabei gefilmt wird, wie er einen Bankautomaten aus der Wand reißt, erlangt er landesweite Berühmtheit und weckt das Interesse des Mafiabosses Gypsy. Dieser will ihn benutzen, um ganz Rom zu beherrschen. Doch dann lernt Enzo die hübsche und ziemlich verrückte Alessia kennen. Alessia hält ihn für den Manga-Superhelden Jeeg Robot. Sie überredet ihn, für das Gute zu kämpfen und den Herrn des Feuers zu besiegen.
Die verblüffende Superhelden-Mafia-Mischung wurde in Italien zum Nr. 1-Überraschungshit. Die Geschichte über den Verlierertypen, der zum unfreiwilligen Helden mutiert, ist fest in der Ewigen Stadt verankert und vollgestopft mit skurrilen Typen. Dazu spielt Regisseur Gabriele Mainetti herrlich frech mit festgefahrenen Superheldenklischees, kommt fast ohne große Spezialeffekte aus und streut immer wieder eine Portion Wahnwitz in die Handlung ein. Publikumspreis beim Fantasy Filmfest 2016!