König Laurin

Samstag 03. und Sonntag 04.12. um 15.00 Uhr im Lumiere

D, Italien 2016, 92 Min., FSK: 0
Regie: Matthias Lang
D.: Florian Burgkart, Volker Michalowski, Rufus Beck, Katharina Stark

Theo ist ein bisschen zu klein geraten, er möchte aber groß und stark werden wie sein Vater König Dietrich. An dem 16-Jährigen schlackert jede Ritterrüstung und für seinen Vater König Dietrich ist der Thronfolger eine ständige Enttäuschung. Dietrich glaubt nämlich, dass man nur mit großer körperlicher Kraft ein guter König werden kann und übersieht dabei völlig, dass Theo ein cleverer Junge mit einem guten Herzen ist. König Dietrich hat vor Jahren die Zwerge aus dem Königreich verbannt, die für fruchtbaren Boden und prachtvolle Rosengärten sorgten.
Eines Tages verunglückt Theo in den Bergen und wird vom Zwergenkönig Laurin gerettet. So beginnt eine Freundschaft, die Theo begreifen lässt, dass im Königreich etwas schief läuft. Doch bis Theo mit Laurins Hilfe das Königreich retten kann, muss er noch einige Abenteuer bestehen

Tu nichts Böses / Non essere cattivo

Samstag 03.12. um 17.00 Uhr im Lumiere

Italien 2015, 100 Min.
Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Claudio Caligari
D.: Luca Marinelli, Alessandro Borghi, Silvia D'Amico, Roberta Mattei

Die Vorstädte von Rom und Ostia, in den 90er Jahren. Die "Ragazzi di vita", einst von Pasolini beschrieben, gehören nun zu einer Welt, in der Geld, schnelle Autos, Nachtlokale und Kokain scheinbar leicht zu haben sind. Es ist die Welt, in der sich Vittorio und Cesare, beide 20 Jahre alt, auf der Suche nach Erfolg und Bestätigung bewegen. Das neue "dolce vita" fordert jedoch einen sehr hohen Preis. Und irgendwann trennen sich die Wege: Vittorio verliebt sich, versucht eine Rückkehr in die bürgerliche Gesellschaft, Cesare hingegen versinkt immer tiefer in einem Sumpf aus Drogen und Dealen. Doch Vittorio gibt seinen Freund nicht auf.
Regisseur Claudio Caligari gehört zu den wilden Außenseitern des italienischen Kinos. In mehr als 30 Jahren konnte er nur drei Spielfilme realisieren. Authentisch, energiegeladen und emotional, kreisen sie alle um junge Leute am Rand der Gesellschaft. Dabei entsteht eine neue, zeitgemäße Form des Neorealismus. Non essere cattivo wurde zu Caligaris Vermächtnis; kurz nach Fertigstellung des Films starb er im Alter von 67 Jahren an Krebs.

Julieta

Samstag 03.12. um 19.00 Uhr im Lumiere

Spanien 2016, 100 Min.
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Pedro Almodóvar
D.: Emma Suárez, Adriana Ugarte, Daniel Grao, Imma Cuesta

Mit seinem 20. Film kehrt Kultregisseur Pedro Almodóvar zurück zu seinen größten Erfolgen, wie "Volver" oder "Sprich mit ihr" und zu seinem Kino starker Frauenfiguren.
Julieta lebt in Madrid mit ihrer Tochter Antía. Beide trauern im Stillen über den schmerzlichen Verlust von Xoan, ihrem Vater und Ehemann. An ihrem 18. Geburtstag verlässt Antía ihre Mutter ohne ein Wort der Erklärung. Julieta versucht alles, um sie zu finden. Ohne Erfolg. Stattdessen muss sie erkennen, wie wenig sie über ihre Tochter weiß. Mit der Suche nach Antworten beginnt Julietas emotionale Reise zurück in die letzten 30 Jahre ihres Lebens.
"Ein eindringliches Familiendrama mit zwei grandiosen Schauspielerinnen, das in die unterschiedlichen Viertel Madrids führt, nach Andalusien, an die galizische Küste, in die Pyrenäen und am Ende die Alpen. Zugleich erzählt JULIETA nicht nur das individuelle Schicksal der Hauptfigur, sondern spiegelt auch das sich wandelnde Lebensgefühl der spanischen Gesellschaft. Sehenswert." (Filmdienst)

La isla minima - Mörderland

Samstag 03.12. um 21.30 Uhr im Lumiere

Spanien 2014, 105 Min.
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Alberto Rodríguez
D.: Javier Gutiérrez, Raúl Arévalo, Maria Varod

Regisseur Alberto Rodríguez ist mit LA ISLA MINIMA ein visuell und atmosphärisch brillanter Neo-Noir-Thriller gelungen. Als die beiden Ermittler Juan und Pedro im September 1980 in den tiefen Süden Spaniens reisen, um das mysteriöse Verschwinden zweier Schwestern aufzuklären, wird den zwei Kriminalbeamten aus Madrid schnell klar, dass sie in der kleinen andalusischen Dorfgemeinschaft mit ihren Nachforschungen auf Widerstand stoßen werden. Hier wird lieber mal ein Auge zugedrückt, als dass man einem möglichen Verbrechen auf den Grund gehen möchte. Denn wie sich herausstellt, sind die beiden jungen Frauen nur zwei von mehreren Opfern.
Der mit 10 Goyas ausgezeichnete Film brilliert mit wunderschönen Bildern und dichter Story, Authentizität und stetig steigender Spannung. Zugleich verankert Regisseur Alberto Rodríguez die Handlung politisch in der sog." Zeit der Transition" fünf Jahre nach dem Tod des Diktators Franco, als das Land zwischen Verdrängen, Vergessen, Veränderung und Aufbruch schwankt.