Der Stoff der Träume / La stoffa dei sogni

Donnerstag 1.12. um 17.00 Uhr im Lumiere

Italien 2016, 101 Min.
Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Gianfranco Cabiddu
D.: Sergio Rubini, Ennio Fantastichini, Renato Carpentieri, Teresa Saponangelo

Eine kleine abgelegene Insel vor Sardinien, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Hier befindet sich ein Hochsicherheitsgefängnis und gerade erwartet man einen Transport verurteilter Camorra-Mitglieder. Doch das Fährschiff kentert in einem Sturm. Unter den Schiffbrüchigen, die sich auf die Insel retten, befinden sich nicht nur die vier Camorristi, sondern auch die bescheidene Theatertruppe von Signore Oreste Campese. Bald werden alle vom Wachpersonal eingefangen. Die Sträflinge mischen sich dabei unter die Theaterleute. Wer ist wer?
Da hat der Gefängnisdirektor eine Idee: er zwingt die Schiffbrüchigen, gemeinsam Shakespeares Stück "Der Sturm" auf die Bühne des Gefängnishofes zu bringen, um herauszufinden, wer echter Schauspieler und wer Verbrecher ist. Oreste Campese rauft sich die Haare, doch die Proben beginnen. Und auf alle Beteiligten warten jede Menge Überraschungen.
Inspiriert von Eduardo de Filippos Theaterstück "Die Kunst der Komödie" (und natürlich von Shakespeares "Sturm") handelt dieser vielschichtige, aber leichthändig inszenierte Sommerfilm vom Theater und vom richtigen Leben, und wie das eine vom anderen nicht zu trennen ist. Sergio Rubini als überforderter Impresario zwischen allen Fronten bietet eine komödiantische Glanznummer. Die heimliche Hauptrolle aber spielt die ehemalige Gefängnisinsel Asinara selbst, ein fast magischer Ort mit einer atemberaubenden Landschaft.

Frantz

Donnerstag 1.12. um 19.15 Uhr im Lumiere

Frankreich/D 2016, 114 Min.
Französisch-deutsche Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Buch und Regie: François Ozon
D.: Paula Beer, Pierre Niney, Anton v. Lucke, Ernst Stötzner

Quedlinburg im Harz, 1919: Frantz ist als Soldat in den Ersten Weltkrieg gezogen und nicht mehr lebendig von dort zurückgekehrt. Besonders Anna hat schwer mit diesem Verlust zu kämpfen. So besucht sie jeden Tag im Angedenken an ihren geliebten Verlobten dessen Grab, in dem Wissen, dass Frantz in Frankreich getötet wurde. Eines Tages gesellt sich jedoch ein Fremder zu Anna und sucht ebenfalls die letzte Ruhestätte von Frantz auf: Es ist der geheimnisvolle junge Franzose Adrien.
Sein plötzliches Auftauchen sorgt im Städtchen für Aufsehen und unvorhersehbare Reaktionen. Schließlich haben die Deutschen den Krieg gegen Frankreich verloren. Was will der unbekannte Franzose also hier? Kann es am Ende sein, dass die beiden Feinde unterschiedlicher Nationen entgegen aller Wahrscheinlichkeit eine Freundschaft verband?
Der neue und von der Kritik hochgelobte Film von Francois Ozon ist ein "filmisches Meisterwerk über die Kunst des Verzeihens - und die Kunst der Lüge." (Der Spiegel). Paula Beer wurde beim Festival von Venedig als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

My Big Night / Mi gran noche

Donnerstag 1.12. um 21.45 Uhr im Lumiere

Spanien 2015, 100 Min.
Spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln
Regie: Álex de la Iglesia
D.: Raphael, Mario Casas, Pepón Nieto, Hugo Silva

Bad Boy Álex de la Iglesia ist zurück! Vorhang auf für MY BIG NIGHT, die schwärzeste Backstage-Satire aller Zeiten. Beim Dreh des Silvesterspecials eines spanischen Fernsehsenders geht so ziemlich alles Denkbare schief. Da ist zum Beispiel der alternde Schlagerstar Raphael, der seinen blutjungen Konkurrenten Adanne am liebsten um die Ecke bringen würde. Der wiederum kann seine Hosen einfach nicht anbehalten und gerät dadurch in das Erpressungskomplott eines Groupies, während Raphaels Sohn Yuri eine eigene Verschwörung plant, um seinen tyrannischen Vater loszuwerden. Und dann gibt es im Studio noch zwei überforderte Moderatoren, die verzweifelt versuchen, den Überblick zu behalten.
"Iglesia gibt fast zwei Stunden lang Vollgas und schafft es, die Wahnwitz-Schraube immer weiter anzudrehen. Größter Trumpf dieser furiosen Farce ist der spanische Schnulzen-Gott Raphael - er spielt mit frappierender Selbstironie einen Schlagerstar, der eine hirnrissige Silvestershow ins Chaos stürzt. Dabei wirkt der 72jährige wie eine Mischung aus Roland Kaiser und Darth Vader" (Marco Schmidt, FAZ, vom Filmfestival San Sebastian)