Carlitos großer Traum

Samstag 26. und Sonntag 27.11. um 15.00 Uhr im Lumiere

Spanien 2008, 100 Min.
Deutsche Fassung
Regie: Jesus del Cerro
D.: Gulliermo Campra, Gustavo Salmerón, Irene Visedo

Carlitos hat zwei große Wünsche: Er will von einer liebevollen Familie adoptiert und ein großer Fußballstar werden. Doch Don Hipolito, der Direktor des Waisenhauses, ist mehr an den großzügigen Schecks interessiert, die ihm zukünftige Adoptiveltern zustecken, als am Wohl der Kinder.. Aber Carlitos hat Freunde, auf die er sich verlassen kann: den Sportlehrer Diego, Maite, die Ernährungsberaterin und Zecke, Flocke und Erdbirne aus der Bande der "Feinde Hipolitos". Gemeinsam versuchen sie, Carlitos bei den Auswahltests der spanischen Jugend-Nationalmannschaft unterzubringen. Und das ist gar nicht so leicht, denn genau an diesem Tag unternimmt Don Hipolito mit seinen Schülern einen Ausflug ins Meeresmuseum. Seine Freunde tun alles, damit Don Hipolito nicht merkt, dass Carlitos fehlt. Dummerweise wird das Testspiel live im Fernsehen übertragen …Eine rasante Komödie und ein modernes Märchen um die Sehnsucht eines Jungen nach Anerkennung.


Latin Lover

Sonntag 27.11. um 17.00 Uhr im Lumiere

Italien 2015, 104 Min.
Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Cristina Comencini
D.: Virna Lisi, Marisa Paredes, Valeria Bruni Tedeschi, Francesco Scianna

Saverio Crispo, Schauspiellegende, Frauenheld, Vater von fünf Töchtern mit fünf Frauen aus vier Ländern, ist vor zehn Jahren von uns gegangen. Nun, zum zehnten Todestag, werden sich alle Töchter und Witwen (nebst männlichem Anhang) in seinem apulischen Heimatdorf versammeln. Es ist an Susanna, Saverios ältester Tochter, die sich fast fremden Familienmitglieder miteinander bekannt zu machen und die temperamentvollen Damen unter Kontrolle zu halten. Eine schier unlösbare Aufgabe. Bis Pedro del Rio, Saverios Stuntdouble, auftaucht und aufdeckt, dass er über den verstorbenen Star mehr weiß als alle anderen. Zwischen Umarmungen, Rivalitäten und nächtlich enthüllten Geheimnissen kommt es zu einem Crescendo der Emotionen und tragikomischen Situationen.
Eine augenzwinkernde, fast wahre Hommage an die "Commedia all'italiana" der 60er Jahre. Als Tochter von Luigi Comencini, einem der Meister dieses Genres, kennt Regisseurin Cristina Comencini sich bestens aus. Ihre turbulente Komödie hat ein fantastisches Schauspielerinnen-Ensemble zu bieten, in dem nicht nur Stars wie Virna Lisi, Marisa Peredes oder Valeria Bruni Tedeschi brillieren.

Wilaya

Sonntag 27.11. um 17.00 Uhr im Alfred-Hessel-Saal

Spanien 2012, 84 Min.
Originalfassung (Spanisch/Saharaui) mit deutschen Untertiteln
Regie: Pedro Pérez Rosado
D.: Nadhira Mohamed, Memona Mohamed, Aziza Brahim

Fatimetu, Kind einer Saharaui-Familie, wird in einem Sahara-Flüchtlingscamp in Algerien geboren und später als kleines Mädchen zu Gasteltern nach Spanien geschickt. Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt sie zu deren Beerdigung in das Camp zurück. Inzwischen sind 16 Jahre sind vergangen, Fatimetu kennt praktisch nur das Leben in Spanien. Der Bruder erwartet, dass sie nun bleibt und sich fortan um ihre gehbehinderte Schwester Hayat kümmert. Sie selber ist verunsichert, sie spürt, dass sie von hier stammt, doch sie weiß auch, dass sie an ein anderes Leben gewohnt ist.
In grandiosen Wüstenbildern und mit bewegender Musik erinnert Pedro Pérez Rosado an ein Volk, das die Welt vergessen hat. Er zeigt viel mehr als nur die Wiedervereinigung zweier unterschiedlicher Schwestern oder den Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen: Er lässt Menschen aus der Sahara selbst von ihrer politischen und gesellschaftlichen Situation erzählen.

Women on Fire: Dreiviertel

Sonntag 27.11. um 19.00 Uhr im Lumiere

D 2015, 80 Min. Buch und Regie: Maike Mia Höhne
D.: Helene Grass, Stephan Szàsz, Annike Kim Sarnau, Bela B. Felsenheimer

Eine Familie gründen. Ein ganz normaler Wunsch und gerade, weil dieser Wunsch so einfach scheint, ist er im konkreten Hier und Jetzt oft schwierig. Sabine will ein Kind. Michael hat schon eins. Für Sabine tickt die Uhr, sie ist um die 40, wann wenn nicht jetzt? Micha dagegen will "Raum". Für sein Leben, seine geliebten Joints und überhaupt. Außerdem hat er schon einen elfjährigen Sohn, das reicht ihm an Nachwuchs. Sabine und Micha, bis dahin ein glückliches Paar, haben ein Problem.
"Das Liebesdrama DREIVIERTEL von der Hamburger Regisseurin Maike Mia Höhne erzählt von einem Paar in der Krise. Höhne gelingt es in ihrem Film mit verblüffend unverbrauchten Mitteln aus dem Auf und Ab eines Beziehungsalltags zu erzählen. Das Schöne: Dies ist kein Bescheidwisserfilm. Kein Film, der sich über seine Figuren erhebt, über ihre Wünsche urteilt. Stattdessen verfügt er über eine selten gesehene Gefühlsgenauigkeit. Man ist nicht unbedingt klüger, wenn man aus dem Kino kommt. Aber man fängt an, sich Fragen zu stellen." (Hamburger Abendblatt)

Vorfilm: Living Room, Kitchen, Bedroom, Children's Room

Regisseurin Maike Mia Höhne ist zu Gast beim Festival.

Paco de Lucía

Sonntag 27.11. um 19.00 Uhr im Alfred-Hessel-Saal

Spanien 2015, 92 Min.
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Curro Sánchez

Der Spanier Paco de Lucía war der bedeutendste Flamenco- Gitarrist des 20. Jahrhunderts und bereits zu Lebzeiten eine Legende: Ein Mann, der den Flamenco erneuert und in der ganzen Welt populär gemacht hat. Im Februar 2014 ist Paco de Lucia im Alter von 66 Jahren einem Herzinfarkt erlegen. Als er in seiner Heimatstadt Algeciras zu Grabe getragen wurde, folgten Tausende von Fans seinem Sarg.
An Paco de Lucía erinnert jetzt ein Film, den sein Sohn Curro Sánchez gedreht hat. Mit Hilfe von privaten Aufnahmen und Archivmaterial zeichnet Sánchez ein intimes Porträt eines Ausnahmekünstlers, das auch die dunkleren Kapitel nicht außen vor lässt. Historische Aufnahmen gemischt mit aktuellen Konzerten geben Einblicke in seine Sozialisation, seinen beruflichen Werdegang und die Entwicklung der Flamenco-Musik. Ein Muss für alle Liebhaber der spanischen (und auch lateinamerikanischen) Klänge.

Schöne Jugend / Hermosa juventud

Sonntag 27.11. um 21.45 Uhr im Lumiere

Spanien 2014, 103 Min.
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Jaime Rosales
D.: Ingrid García-Johnsson, Carlos Rodríguez, Imma Nieto

Die schöne Jugend wünscht sich so manch ein Erwachsener zurück. Doch was, wenn die eigene Jugend nie besonders schön war? Carlos und Natalia leben im Spanien von heute und sind verliebt. Doch die zwei 20jährigen, die beide noch bei ihren Müttern in Madrid wohnen, haben in der gegenwärtigen Krisensituation kaum Zukunftsaussichten und auch keine Träume mehr. Es langt nur zu dem Plan, mit einem selbstgedrehten Sexfilm etwas Geld zu machen. Doch dann wird Tochter Julia geboren. Das Kind verdeutlicht den jungen Eltern, dass sie etwas in ihrem Leben ändern müssen. Ist Emigration die Lösung?
"Der Realismus von Jaime Rosales hat fast etwas Dokumentarisches und bedient sich andererseits quasi einer jugendlichen Filmsprache, das Smartphone wird zur Kamera, das Computerspiel zum Film im Film, die sozialen Netzwerke zum doppelbödigen Kommunikationsmittel. SCHÖNE JUGEND portraitiert die aktuelle junge Generation mit mit dem Gespür für ihre Befindlichkeiten." (kino-zeit)