El Destierro - Niemandsland

Freitag 25.11. um 19.00 Uhr im Lumiere

Spanien 2015, 87 Min.
Spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln
Regie: Arturo Ruiz Serrano
D.: Joan Carles Suau, Eric Francés, Monika Kowalska

In Spanien tobt der Bürgerkrieg, in den Bergen herrscht verschneite Einsamkeit. Teo, ein angehender Priester, wird in dieser unwirtlichen Gegend zu einem Fort geschickt, wo er zusammen mit dem bereits stationierten Silverio sechs Monate lang Wache für die Franco-Armee halten soll. In der Enge ihrer Behausung entwickeln sich Spannungen, die verstärkt werden, als sie eine verwundete junge Polin bei sich aufnehmen, die sie als Kämpferin der Internationalen Brigaden eigentlich sofort erschießen müssten. Es entwickelt sich ein ungewöhnliches Liebesdreieck, das bedroht wird, als der Krieg dem kleinen Fort immer näher rückt.
Arturo Ruiz Serranos Debutfilm wird getragen von drei großartigen Darstellern und verbindet vor dem Hintergrund der karg-eindrucksvollen Berglandschaft ein spannendes Dreiecksdrama voll überraschender Wendungen mit der großen Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs. Der Film stellt eindringlich die Frage, ob es gelingen kann, in einer extremen Situation Menschlichkeit und Würde zu bewahren.

Regisseur Arturo Ruiz Serrano und Hauptdarsteller Eric Francés sind zu Gast beim Festival.

Welcome to Norway

Freitag 25.11. um 19.00 Uhr im Alfred-Hessel-Saal

Norwegenen 2015, 91 Min.
Norwegische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Rune Dengstadt Langlo
D.: Anders Baasmo Christiansen, Olivier Mukuta, Slimane Dazi, Henriette Steenstrup

Eigentlich hat der Norweger Primus eine Abneigung gegen alles Fremde. Die vielen Flüchtlinge, die auch in Norwegen Asyl suchen, kommen ihm trotzdem gerade recht. Sein pleite gegangenes Hotel hoch im Norden soll dank ihnen doch noch zur Goldgrube werden. Seine Frau Hanni und Tochter Oda trauen ihren Augen nicht, als ganze Busladungen in das Hotel einziehen, in dem Türen, Heizung und Strom fehlen. Nicht vorbereitet ist Primus auf die diplomatischen Verwicklungen, die nun auf ihn lauern: Christen weigern sich mit Arabern, Sunniten mit Schiiten das Zimmer zu teilen. Heilloses Chaos scheint vorprogrammiert.
Die skandinavische Komödie nimmt Vorurteile geschickt aufs Korn und lässt uns in Norwegens Bergen die brisante Gegenwart mit anderen Augen sehen. Mit viel Witz und Warmherzigkeit gelingt Regisseur Rune Denstad Langlo ("Nord") ein Stück schwarz-humoriges Kino, eine wilde und bereichernde Schlittenfahrt auf dem glatten Eis globaler Verwicklungen.

Freunde fürs Leben / Truman

Freitag 25.11. um 21.00 Uhr im Alfred-Hessel-Saal

Spanien 2015, 108 Min.
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Cesc Gay
D.: Ricardo Darín, Javier Cámarra, Dolores Fonzi

In ihrer Kindheit waren die Freunde Julián und Tomás unzertrennlich. Irgendwann haben sie sich aus den Augen verloren. Während Julián in Spanien geblieben ist und dort die Hochs und Tiefs einer Schauspielkarriere durchlebt hat, ist der Lehrer Tomás nach Kanada ausgewandert. Als sich die beiden Männer eines Tages jedoch in Madrid wiedersehen, lebt ihre Freundschaft sofort wieder auf. Gemeinsam verbringen die zwei in der Stadt ein paar wundervolle Tage voller Erinnerungen und Erlebnisse - immer in dem Wissen, dass dies wohl ihr letztes Wiedersehen sein wird. Denn Julián ist schwer krank.
Ein berührender Film über Freundschaft und Abschiednehmen. Völlig unsentimental, aber mit feinem psychologischem Gespür entwickelt Regisseur Cesc Gay eine gelassene, fast heitere Grundstimmung, die der Film auch seinen hervorragenden Schauspielern verdankt. Publikumspreis bei den Filmfestivals Toronto und Zürich.

Lotte

Freitag 25.11. um 22.00 Uhr im Lumiere

D 2016, 76 Min. Regie: Julius Schultheiß
D.: Karin Hanczewski, Zita Aretz, Paul Matzke, Christine Knispel

Lotte ist direkt und kantig, dabei liebenswürdig und vor allem ausgestattet mit einer großstädtischen Schnodderschnauze. Mit all diesen Eigenschaften eckt sie permanent an, bei ihren Kollegen, Freundinnen und sogar ihrem Freund. Der wirft sie kurzerhand raus und Lotte steht auf der Straße. Eines Nachts trifft sie in ihrer Stammkneipe auf Marcel, einen fast vergessenen Bekannten. Kaum hat er sie erkannt, ergreift Lotte die Flucht. Am nächsten Tag hängen Lotte die Strapazen dieser Nacht nach und scheinen sie auch während ihrer Arbeit im Krankenhaus nicht loszulassen. Ein junges Mädchen wird eingeliefert, Lotte kümmert sich um sie, eine subtile Zuneigung entsteht. Wenig später wird Lotte Zeuge einer Begegnung zwischen dem jungen Mädchen Greta und Marcel. Die Blicke der drei kreuzen sich und Lotte ahnt, dass es diesmal keine Flucht für sie geben wird.
Hauptdarstellerin Karin Hanczewski war von 2005 - 2008 Schauspielerin am Jungen Theater in Göttingen.